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Ausbildung

KKL Girls Day 2022 – Der Alltag einer Frau im Handwerk


Von: Michelle Meese

Vertrieb

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KKL-Auszubildende Pauline und Lena im Interview

Moderatorin: Vielen Dank für Eure Zeit! Bevor wir jetzt durch die einzelnen Fragen des Interviews gehen, möchte ich Euch bitten, Euch kurz als unsere Azubinen zum Girls´ Day 2022 vorzustellen.

Pauline: Hallo, ich bin Pauline, 19 Jahre alt und aktuell Auszubildende bei KKL im dritten Lehrjahr.

Lena: Hallo, ich bin Lena, bin 19 Jahre alt und bin ebenfalls im dritten Lehrjahr.

Moderatorin: Vielen Dank! Kurze Frage vorweg: Auf welcher Schule wart Ihr, bevor ihr zu KKL gewechselt seid?

Pauline: Wir waren beide auf der Liebfrauenschule in Ratingen und beide davor auch auf der Franz-Vaahsen-Schule in Wittlaer, heißt, wir kennen uns schon seit der ersten Klasse.

Moderatorin: Wie seid Ihr beiden auf KKL aufmerksam geworden? Durch Social Media, die Website oder durch unser Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm? Wie kam es dazu?

Pauline: Ich bin durch Andreas Kohmann darauf aufmerksam geworden, da er auch bei uns im Schützenverein ist und auf den Festen Werbung, z. B. mit dem großen Show-, /Recruiting-Truck, machen konnte. Dadurch bin ich so richtig aufmerksam geworden und habe mich dafür interessiert.

Moderatorin: Also stand unser Recruiting-Truck mit unserem früheren CEO bei Euch auf dem Schützenplatz und dadurch seid Ihr aufmerksam geworden?

Lena: Ja, ich kenne KKL schon relativ lange aus meiner Heimatstadt. Ich habe mich schon immer fürs Handwerk interessiert und beim Girls‘ Day ein Praktikum bei KKL gemacht. Ich wurde damals von Bekannten und Mitarbeitern von KKL angesprochen, ob ich das Praktikum hier machen möchte. Das hat mir sehr gut gefallen und dann habe ich die Ausbildung angefangen.

Moderatorin: Super, das zeigt eine schöne Verbindung, da Du ja auch über den Girls‘ Day Deinen Weg in die Ausbildung gefunden hast.

Pauline, warum hast Du Dich gerade für diesen Beruf entschieden?

Pauline: Ich weiß, es kann Vorbehalte geben, wenn Frauen sich für einen Handwerksberufs interessieren, aber ich habe immer gewusst, dass das Handwerk der richtige Beruf für mich ist. Ich habe mich genau für diesen Beruf entschieden, weil es auf jeden Fall sehr abwechslungsreich ist, und es ist ein Beruf mit Zukunft, den ich viele weitere Jahre meines Lebens ausüben kann. Gleichzeitig kann ich mich hier immer weiterentwickeln.

Lena: Ich habe mich für den Beruf entschieden, weil ich mich auch schon immer für das Handwerk interessiert habe. Ich war auch als Kind nie nur von sogenannten „Mädchensachen“ begeistert, sondern immer die, die handwerklich arbeiten wollte. Das hat sich auch in einem Praktikum und in der Oberstufe bestätigt.

Moderatorin: Was macht Dir, Pauline, an diesem Job besonders viel Spaß?

Pauline: Der Job ist auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und jeder Tag in der Firma bietet eine neue Herausforderung. Ich finde persönlich sehr gut, dass man nicht jeden Tag das Gleiche machen darf, sondern regelmäßig was Neues dazulernen kann.

Moderatorin: Ihr werdet vom Ausbildungsteam (Herr Bozek, Herr Bouillon und Herr Bünder) unterstützt?

Pauline: Ja, sie unterstützen uns sehr und bringen uns Neues bei. Die Unterstützung begeistert mich sehr, weil das einen wirklich weiterbringt.

Lena: Mir macht es auch besonders viel Spaß, dass man viel Abwechslung hat und neue Aufträge bekommt. So hat man fast jeden Tag etwas anderes zu tun, sei es in der Montage oder beim Kundendienst. Der Zusammenhalt der Kollegen ist auch einfach gut! In der Werkstatt lernen wir auch sehr viel.

Moderatorin: Pauline, würdest Du etwas verbessern und wenn ja, was wäre es?

Pauline: Ich wüsste nichts, was verbessert werden müsste. Die Azubi-Ausbildung wird sehr gut unterstützt.

Lena: Ich habe auch nichts zu verbessern und höre von vielen aus meiner Klasse, dass es in anderen Betrieben ganz andere Ausgangssituationen gibt. Da merkt man, dass wir sehr gut aufgestellt sind.

Moderatorin: Lena, wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Lena: Seit kurzem bin ich jetzt im Kundendienst und da beginnt mein Tag um 7 Uhr im Büro des Kundendienstleiters Alexander Hoerschgens. Dann besprechen wir, mit welchen Kollegen ich heute unterwegs bin und was für Aufgaben wir für den Tag haben. Dann kann ich am Lager die benötigten Materialien zusammensuchen und bespreche alle Fragen mit meinem Kollegen, bevor wir zur Baustelle fahren.

Moderatorin: Kannst Du uns beschreiben, wie gut die Teamarbeit beim Kunden funktioniert?

Lena: Es gibt natürlich auch Baustellen, auf denen nicht alles ineinandergreift. Aber es gibt dann auch Baustellen, auf denen von 1 bis 10 alles funktioniert. Man versteht sich einfach gut, wenn man schon längere Zeit zusammenfährt. Dann macht die Arbeit auch nochmal mehr Spaß, wenn alles Hand in Hand geht.

Moderatorin: Wie sieht das beispielsweise aus, wenn Du mit einem Kollegen mitfährst? Wie unterstützt Du ihn und was machst Du alles vor Ort jetzt im dritten Lehrjahr?

Lena: Montage und Kundendienst sind da natürlich sehr verschieden. Momentan im Kundendienst      fahre ich mit einem Kollegen raus, der mir den aktuellen Auftrag erklärt. Auch bei Nachfragen wird mir immer weitergeholfen. Manchmal kann ich auch direkt beginnen und wir besprechen meine Arbeit zum Schluss.

Moderatorin: Das ist eine schöne Herangehensweise, wenn Du mit der Arbeit beginnen kannst und Ihr die Arbeit im Nachgang gemeinsam besprecht!

Pauline, beschreib doch mal bitte, wie Du deinen Arbeitsalltag erlebst!

Pauline: Ich komme auch zwischen 6.30 und 7 Uhr zur Firma. Seit 8 Monaten bin ich jetzt in der Montageabteilung. Davor war ich auch im Kundendienst. In der Montage fängt man meistens ein wenig früher an, aber daran gewöhnt man sich schnell. Wie bei Lena laden wir auch erstmal das Auftragsmaterial auf und fahren zur Baustelle. Bei einem Privatkunden versuchen wir uns die Arbeit untereinander gut aufzuteilen. Wenn man schon länger mit einem Gesellen unterwegs ist, versteht man sich dabei auch sehr gut. Am Ende kontrollieren wir alles zusammen und nehmen die Anlage in Betrieb.

Moderatorin: Kannst Du nochmal kurz erklären, wann Ihr Feierabend habt oder ist das je nach Kunden unterschiedlich?

Pauline: Ja natürlich, es gibt auch mal Baustellen, z. B. bei Privatkunden, bei denen man eine Single-Split Anlage (Ein Single-Split-Gerät ist ein einzelnes Innengerät mit einem dazugehörigen Außenteil) installiert und um 16 Uhr fertig ist. Dann dürfen wir auch mal vereinzelt in den Feierabend. Natürlich gibt es aber auch Tage, wo es mal schnell 18 Uhr wird. Darauf kann man sich aber einstellen und es kommt nicht jeden Tag vor. Es ist wirklich jeden Tag unterschiedlich: Im Sommer arbeiten wir meist ein wenig länger, aber man gewöhnt sich daran.

Moderatorin: Lena, welche Aufgaben machst Du am häufigsten?

Lena: Als ich 2 Jahre in der Montage war, war ich größtenteils mit einem Kollegen unterwegs und wir haben Single-Splits montiert. (Ein Single-Split-Gerät ist ein einzelnes Innengerät mit einem dazugehörigen Außenteil. Dann gibt’s auch noch Duo-Geräte. Die haben wir meistens bei Familien eingebaut, die ihr Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer kühlen möchten.) Die Aufgaben sind da immer gleich – vom Gerät aufhängen, bis zum Verlegen von Rohren und Kabeln und die Anlage in Betrieb nehmen, das ist alles immer sehr ähnlich.

Moderatorin: Ist Euch da schonmal etwas Lustiges oder Außergewöhnliches passiert?

Lena: Naja, wir hatten schon oft Kunden, bei denen wir in die Wohnung gekommen sind, die sehr luxuriös war. Da musste man z. B. schon auf das Interieur besonders aufpassen. Sowas passiert natürlich öfter. Dann gibt es auch Kunden, die etwas nörgelig sind, aber dann gibt es auch Kunden, die sehr zuvorkommend sind. Morgens sind wir bei einem Kunden einmal zu Brötchen eingeladen worden, mittags bekamen wir Schnitzel mit Kartoffelpüree und nachmittags dann noch ein Stück Kuchen. Da erlebt man auch viel Wertschätzung.

Moderatorin: Pauline?

Pauline: Ja, ich kann mich nur anschließen. Da ich jetzt auch in der Montage bin, bin ich sehr oft auf Großbaustellen und baue VRF-Systeme auf. Das sind Anlagen mit bis zu 26 Innengeräten und zwei großen Außengeräten. Da muss man die Leistung der Geräte individuell anpassen und das ist schnell ein Projekt, das über 2, 3 Monate gehen kann. Da geht es dann darum, zu Löten, die Anlage in Betrieb zu nehmen, Kabel zu ziehen – also sehr abwechslungsreich! In Privathaushalten sind es eher kleinere Anlagen.

Moderatorin: Könnt Ihr abschätzen, ob Ihr lieber im Privatkunden- oder im Gewerbebereich arbeiten möchtet (Montageabteilung)?

Pauline: In der Montage würde ich wegen des direkten Kontakts lieber im Privathaushalt arbeiten, weil ich es einfach schön finde, wenn die Eigentümer sich über so eine tolle Neuerung freuen, wenn sie jetzt endlich kühle und angenehme Luft haben.

Moderatorin: Lena?

Lena: Wenn ich nach der Ausbildung in der Montage wäre, würde ich auch lieber im Privathaushalt arbeiten, aber eine Mischung wäre auch gut. Privathaushalt macht ein bisschen mehr Spaß, weil man sich hier im direkten Austausch mit dem Kunden befindet. Auf großen Baustellen steht meistens erst einmal nur die Arbeit im Vordergrund.

Moderatorin: Lena, welche Abteilungen werden innerhalb der Ausbildung durchlaufen?

Lena: Montageabteilung, Kundendienst, man kann auch in die Wartung und in die MSC-Abteilung. Die meisten gehen in den Kundendienst oder in die Montage und nach und nach kann man sich bei Bedarf in den Abteilungen weiterentwickeln.

Moderatorin: Es gibt also keinen festen Plan, z. B. im ersten Lehrjahr geht man in den Service, im zweiten Lehrjahr in das Projektteam (die Montage)? -wird variiert?

Lena: Nach einem Jahr könnte man auf jeden Fall Rücksprache mit Alexander Hoerschgens und Michael Hintzen halten und sein Aufgabengebiet anpassen. Die sind auch vorher immer für einen da, wenn man was hat, und würden es auf jeden Fall managen, dass man auch mal tauschen kann.

Moderatorin: Und Du Pauline?

Pauline: Ich sehe das wie Lena, im ersten Lehrjahr war ich fast nur im Kundendienst, dann auch 3 Monate in der Montageabteilung, aber dann wieder im Kundendienst. Jetzt bin ich seit mehr als 8 Monaten in der Montageabteilung und hatte eine sehr abwechslungsreiche Ausbildung. So lernt man auch die ganze Bandbreite der Aufgaben. Zum Schluss kann man dann immer noch sagen, wo man seinen Schwerpunkt sieht.

Moderatorin: Durftet Ihr auch auf Montagen mitfahren, seid Ihr z. B. mal eine ganze Woche für Projekte unterwegs gewesen? Könntet Ihr berichten, wie das so ablief und wie es Euch gefallen hat?

Pauline: Zu Beginn meiner Ausbildung ab August 2019 war ich dann im November auf einer großen Wartung in ganz Deutschland unterwegs. Da war ich viel unterwegs, fast 6 Wochen. Das muss man mögen, denn da ist man schon die ganze Woche von seiner Familie getrennt. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, nicht nur weil man viel sieht – man lernt auch neue Städte kennen – aber der Arbeitsalltag ist auch einfach anders. Man trifft sich dann auch abends nochmal im Hotel und geht mit dem Kollegen noch nett essen und kann den Tag erfolgreich abschließen. Am nächsten Morgen geht’s dann wieder los. Klar, man reist dann viel – ich persönlich mag es gerne!

Es ist zur Arbeit einfach eine schöne Erweiterung. Man hat diesen Arbeitsalltag, aber man sieht halt auch noch ganz Deutschland und ein paar schöne Städte, in denen man abends auch gerne nochmal durchs Städtchen spaziert oder verbindet das mit einem Wochenendtrip.

Lena: Ich war persönlich noch nicht auf Montage, aber da würde ich schon gerne zusagen. Aber ich wäre keine Person, die gerne mehrere Wochen am Stück auf Montage fährt.

Moderatorin: Welche Abteilung ist Dein Favorit und warum, Pauline?

Pauline: Das war mir auch vor 6 Monaten schon klar. Mein Favorit ist der Service, also Kundendienst! Mein Projektleiter Alexander Hoerschgens ist ein sehr netter Mensch, wirklich ein super Vorgesetzter, der immer für einen da ist. Ich war sehr lange im Kundendienst, das hat mich wirklich weitergebracht. Am Kundendienst gefallen mir einfach die Herausforderungen – wenn z. B. eine Störung vorliegt, muss man den Fehler oder die Ursachen herausfinden und freut sich dann natürlich total über das Erfolgserlebnis. Und man hat wirklich fast jeden Tag was anderes, vor allem im Sommer, wenn viele Störungen vorliegen. Das ist in der Montage natürlich auch so, aber in der Montage gibt es auch viele wiederkehrende Aufgaben.

Moderatorin: Wenn man als Azubi vor einer Kälteanlage steht, man gewisse Dinge probiert hat, aber nicht weiterkommt – wie ist dann der Ablauf?

Pauline: Wenn ich mit einem Gesellen unterwegs bin, tauschen wir uns natürlich gemeinsam über die Anlage aus. Meistens finden wir den Fehler auch gemeinsam und können es uns gegenseitig erklären. Wenn man allein auf der Baustelle ist, sind die Kollegen Daniel Bozek und Alexander Hoerschgens jederzeit für uns da. So fühlt man sich echt gut, weil man immer jemanden im Rücken hat und nie allein dasteht. Das ist natürlich im ersten Jahr besonders wichtig.

Moderatorin: Lena?

Lena: Ich finde eigentlich beide Abteilungen sehr gut. Ich war anfangs zwei Jahre in der Montage unter der Leitung von Michael Hintzen und Björn Lindecke. Michael war von Anfang an für einen da – welche Probleme es auch gab, man konnte immer zu ihm gehen!

Wie bereits erwähnt, hat auch die Arbeit im Privathaushalt sehr viel Spaß gemacht. Und jetzt bin ich seit Dezember im Kundendienst, das macht auch sehr viel Spaß! Da geht man eher in das Innere der Kältetechnik rein. Zuletzt bin ich immer mit verschiedenen Kollegen unterwegs gewesen, die erklären das immer sehr gut. In der Montage kommen häufig ähnliche Aufgaben auf einen zu – im Kundendienst ist das doch ein bisschen mehr Action.

Moderatorin: Pauline, wie würdest Du das Miteinander der Azubis beschreiben?

Pauline: Das Arbeitsklima ist wirklich gut! Wenn wir zusammen auf Baustellen sind, versteht man sich sehr gut und arbeitet fröhlich zusammen. Man quatscht auch mal morgens auf dem Hof miteinander.

Lena: Ich stimme zu, das Verhältnis untereinander ist wirklich offen. Man begegnet sich auch immer freundlich, wenn man sich mit anderen Kollegen auf den Baustellen trifft.

Moderatorin: Könnt Ihr Beispiele nennen, was auf den Azubitagen so passiert?

Pauline: Unser erster Azubitag war 2019 im Phantasialand mit einer großen Gruppe und das war wirklich ein cooler Ausflug! Wir wussten vorher auch gar nicht, wo’s hingeht. Erst saßen wir morgens um 9 Uhr alle beim Frühstück zusammen und sind dann in Gruppen durch den Park gelaufen. Da waren dann auch Thomas Bünder, unser Ausbildungsleiter, und Michael Hintzen dabei. Ist natürlich super, dass es sowas gibt! Das ist wirklich nicht selbstverständlich.

Moderatorin: Vielleicht kann Lena noch ein Beispiel nennen?

Lena: Letztes Jahr war unsere Gruppe dann in der Skihalle in Neuss. Das haben wir leider nicht mitbekommen, weil wir gleichzeitig in Urlaub waren.

Moderatorin: Wie würdest Du, Pauline, das berufliche Verhältnis zu deinem Vorgesetzten beschreiben?

Pauline: In der Montage ist Michael Hintzen auch immer für mich da, wenn ich eine Frage habe. Selbst wenn ich mal kurzfristig Urlaub brauche, versucht er sein Bestes, eine Lösung zu finden. Egal ob oben oder unten in der Abteilung, alle geben sich immer große Mühe, das Verhältnis offen, familiär und freundschaftlich zu gestalten. Es kann immer Meinungsverschiedenheiten geben, aber wir arbeiten alle sehr gut miteinander.

Lena: Ich würde das Verhältnis auch sehr offen beschreiben. Alexander Hoerschgens im Kundendienst ist immer sehr nett, hilfsbereit und war für einen da, wenn man Probleme hatte. Auch Michael Hintzen ist immer für einen da. Das ist wirklich ein schönes Miteinander.

Moderatorin: Pauline, was hast Du vor Beginn der Ausbildung nicht erwartet und was hat Dich dann überrascht?

Pauline: Die Berufsschule hat wirklich ein hohes Niveau, bei dem man von Anfang an am Ball bleiben muss. Die dreieinhalb Jahre gehen schneller vorbei als man denkt. Wir stehen jetzt vor unserer Abschlussprüfung und es zahlt sich wirklich aus, stetig gelernt zu haben!

Lena: Ja, man unterschätzt wirklich, dass man nach einem Arbeitstag doch auch geschafft ist und nicht unbedingt noch etwas lernen kann. Gerade im dritten Lehrjahr wird das Niveau nochmal angezogen – vor allem auch, da wir durch Corona 6 Monate Schule verloren haben und den fehlenden Präsenzunterricht jetzt wieder aufholen müssen.

Moderatorin: Wenn Ihr jetzt im Schul-Modul seid, könnt Ihr auch nach der Schule nochmal in die Azubi-Werkstatt und die praktischen Dinge üben?

Lena: Wenn wir Schule haben, klären wir das natürlich mit unseren Ausbildungsleitern ab, inwiefern das möglich ist oder ob die Werkstatt vielleicht belegt ist. Vor der Prüfung haben wir auf jeden Fall nochmal die Möglichkeit, zu üben!

Moderatorin: Pauline, hast Du schon Pläne für die Zeit nach der Ausbildung?

Pauline: Vor einem Jahr habe ich das noch auf mich zukommen lassen, aber mittlerweile macht man sich schon Gedanken, ob man den Beruf jetzt weiterführen möchte. Jetzt habe ich mich dazu entschlossen, diese Laufbahn weiter zu verfolgen, um meine Kenntnisse jetzt richtig zu vertiefen. Da mir das viel Spaß macht, werde ich nach Möglichkeit auch auf jeden Fall bei KKL bleiben! Wenn man dann allein unterwegs ist, lernt man das alles auch so richtig.

Lena: Ich habe mich auch dazu entschieden, hier zu bleiben. Ab nächster Woche bekomme ich selbst einen Bus – dann fährt man allein zu den Kunden und kann noch mehr Erfahrung sammeln, weil man mehr Verantwortung übernimmt und eigene Lösungen finden muss.

Moderatorin: Könntest Du vielleicht nochmal darauf eingehen, inwiefern die Mitarbeiter einen Firmenbus bekommen?

Pauline: Es gibt wahrscheinlich keinen Bus, wenn man noch ein Fahranfänger ist. Wenn man sich jedoch im operativen Tagesgeschäft durch sehr gute Leistungen qualifiziert und allein fahren kann, bekommt der Mitarbeitende sicher einen eigenen Bus.

Moderatorin: Lena, was ist Dein Lieblingsfach in der Berufsschule?

Lena: Ein konkretes Lieblingsfach habe ich nicht, ich finde einfach die Mischung interessant! Besonders toll finde ich, wenn Lehrer praktisch an die Sache rangehen!

Moderatorin: Pauline, welche Kenntnisse und Fähigkeiten hast Du schon mitgebracht, die Dir jetzt helfen?

Pauline: Mit Werkzeug umzugehen hat bei mir schon immer gut funktioniert! Ich habe mich auch als Kind eher handwerklich beschäftigt! Wenn ich zum Beispiel mit meinen Eltern ein Gartenhaus aufgebaut habe, da lernt man viel darüber, wie man so ein Projekt angehen muss. So habe ich von meinen Eltern auf jeden Fall eine gute Basis bekommen, um die handwerklichen Fähigkeiten zu entwickeln. Und das ist auf jeden Fall etwas, was mir hier weitergeholfen hat!

Moderatorin: Lena?

Lena: Ich habe mich auch immer schon für handwerkliche Arbeiten interessiert und habe immer gerne z. B. Möbel mitaufgebaut. Wir beide sind auch in der freiwilligen Feuerwehr in Kalkum und da machen wir auch viel Handwerkliches und Technisches oder haben zusätzliche Lehrgänge am Wochenende. Da lernt man natürlich auch sehr viel!

Moderatorin: Pauline, was sollte Deiner Meinung nach attraktiver gestaltet werden, damit sich mehr Frauen für einen Job im Handwerk, bzw. in der Kälte-Klima-Branche, entscheiden?

Pauline: Allgemein ist es wichtig, dass Frauen in diesen Berufen auch in der Öffentlichkeit und in den Werbemaßnahmen gezeigt werden. Aktuell sind wir 17 Frauen in der Firma und wir müssen einfach sichtbarer werden, um mehr Frauen für diesen Weg zu begeistern.

Moderatorin: Lena?

Lena: Es gibt wirklich leider nicht so viele Frauen, die sich für das Handwerk interessieren, aber es gibt auch viele, die sich einfach noch nicht trauen, in eine Männer-Belegschaft einzusteigen. Wir haben jetzt zu zweit diesen ersten Schritt gewagt und wir fänden es gut, wenn die Unternehmen das dann auch öffentlichkeitswirksam transportieren.

Moderatorin: Könnt Ihr Euch vorstellen, an Schulen das Unternehmen zu präsentieren und für Frauen in Handwerksberufen zu werben?

Pauline: Klar, das wäre eine gute Möglichkeit, um mehr Mädels zu begeistern! Und es ist auf jeden Fall unser Ziel, mehr Mädchen ins Handwerk zu bringen. Oft sieht man einfach, dass die Frauen auch besser sind als die Männer. Ich fände es auch großartig, wenn mehr Mädels in die Ausbildung bei KKL kommen würden.

Moderatorin: Lena?

Lena: Ich wäre auf jeden Fall offen für Schulbesuche, damit wir noch mehr Mädels gewinnen können. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir noch mehr Mädchen bei KKL begrüßen können.

Moderatorin: Pauline, was würdest Du anderen Frauen im Handwerk mit auf den Weg geben?

Pauline: Man darf sich auf keinen Fall dafür schämen, wenn man sich für das Handwerk begeistert! Durchaus wird es Situationen geben, in denen man sich gegen die männlichen Kollegen behaupten muss – dennoch darf man nie vergessen, dass wir alle dieselbe Passion für den Beruf teilen. Man muss einfach selbstbewusst an die Sache rangehen und am Ende ist man dann richtig stolz auf sich!

In den Zeiten der Kurzarbeit hat man jetzt gesehen, dass das Handwerk wirklich standfest ist. Wir brauchten keine Angst um unsere Jobs haben, das Gehalt wurde weitergezahlt und das ist natürlich auch ein Privileg.

Moderatorin: Lena?

Lena: Ich finde, man muss auf jeden Fall selbstbewusst sein! Natürlich erlebt man als Frau Vorbehalte, aber da stehen auch die Kollegen hinter einem! Die wissen eben auch, dass die Qualität der Arbeit nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Man kann alles erreichen!

Moderatorin: Pauline, wie siehst Du die Zukunft des Handwerks?

Pauline: Das Handwerk wird wohl nie aussterben! Wie bauen wir sonst unsere Häuser? Es gibt so viele handwerkliche Berufe, deren Produkte wir in unserem täglichen Leben brauchen. Betriebe werden sich auch weiterentwickeln und Elektrotechnik anbieten. KKL hat ja auch eigene Elektriker oder Dachdecker. Vom digitalen her ist KKL auch sehr weit – zu einem Firmenwagen gehört auch ein Surface-Tablet, das vereinfacht wirklich vieles in der Abwicklung der Aufträge. Ich glaube, irgendwann wird wirklich alles digital ablaufen.

Gleichzeitig vereinfacht die digitale Abwicklung auch die Arbeit der Kollegen im Büro, weil alle Informationen einfach vorhanden sind.

Moderatorin: Lena?

Lena: Ich glaube auch, dass die Zukunft vom Handwerk sehr gut aussieht. Es wird immer neue technische Entwicklungen geben, die dann auch immer eine Nachfrage auf dem Markt haben werden. In unserem Showroom präsentieren wir auch alle paar Jahre die neusten Geräte. Viele Kunden entscheiden sich dann auch für die moderneren Lösungen, die z. B. auch über das WLAN gesteuert werden können.

Aus meiner Perspektive wird das Handwerk auf jeden Fall auch die nächsten 10-15 Jahre, vor allem für Frauen, attraktiv bleiben. Es macht Spaß und ist ein krisensicherer Job. Hier haben wir eine gute Lehrwerkstatt, viele Leute, die für einen da sind – ich kann Frauen nur empfehlen, den Schritt zu wagen!

Moderatorin: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch und den interessanten Einblick in die Arbeit der Azubinen hier bei KKL!


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